Familie Reinhard

„Altes Judenhaus", so die Bezeichnung im Grundbuch.

Am Fenster: Frau Reinhardt und Tochter Irene. Vorne: Adolf Reinhardt mit Tochter Sophie und seinem Sohn, der heute in Amerika lebt.
Der Jude Adolf Reinhardt war hier lange Zeit ein angesehener Bürger. Er war Vorsitzender des Kriegervereins 1870/71 und bekam für seine Tapferkeit im Ersten Weltkrieg vom deutschen Reich das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. Er war Mitglied in der Prüfungskommission des Arbeiter Samariter-Bundes und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Die Wertschätzung seiner Person änderte sich mit den politischen Verhältnissen im sogenannten „Dritten Reich". Als Adolf Reinhardt damals zum Löschen eines Brandes hinzu kam und mithelfen wollte, hieß es: „Hau ab du Jude!" Adolf Reinhardt wurde in der sogenannten „Reichskristallnacht" am 9. November 1938 von der SA abgeholt und ist später mit seiner Frau in einem Konzentrationslager umgebracht worden.
Foto : 140313 in der Fotodatenbank / In Manfred Resch's Buch S 296

Hauptstraße / Nieuwpoorterstraße

Die Nieuwpoorterstraße - damals noch Hauptstraße
Im Vordergrund links das Haus Nr. 52. Danach das Gasthaus Michelsbräu HausNr. 54 dann das Haus Nr. 60a das Haus der Reinhards stand halb in der Straße und wurde 1912 zum Abruch und Straßenverbreiterung von der Gemeinde gekauft . Familie Reinhard wohnten dann im Haus Nr.56 dahinter bis zur Vertreibung . Quelle : Albert Kämmerer Chronik II Seite 111+115

Michelsbräu

Altes Foto der Michelsbräu. Davor das Haus der Familie Reinhard

Fotos einer Gedenkfeier

Gedenkfeier mit Historikerin Dr. Zoya Fiedler- Enkelin der Reinhardts, Pfarrer Wissmann, Pfarrer Nett, Winno Sahm und Klaus Klein.