Eine Musikerin, eine Hammond B3 und der Jazz

Eine Jazzorganistin der jungen Generation mit Drive und Groove, ihre Hammond B 3 - und ihre unvergleichliche Basspedal-Spieltechnik - diese außergewöhnliche Kombination hat einen Namen: Maggy Scott

Am Samstag, den 12.11.2011 um 20:00 Uhr im Foyer des Bürgerhauses Dudenhofen

Mit diesem Musikabend, der den internen Arbeitstitel „Kulturexperiment“ trägt, wollen wir den Dudenhofenern junge Künstler und neue Genres nahe bringen. Nachdem wir Maggy Scott live gehört haben, wuchs im Vorstand der Wunsch, eine solche Künstlerin nach Dudenhofen zu holen. Wir verständigten uns, dass wir damit nicht nur unser gewohntes Publikum der „CafeHausLesung“ ansprechen, sondern auch andere Kulturinteressierte nach Dudenhofen holen wollen.
Die Erfahrung zeigt, dass es bei jedem Musikstil einen gewaltigen Unterschied zwischen „live“ und „Konserve“ gibt. Dies gilt insbesondere für Musikrichtungen, die sich kreativ auseinandersetzen mit Klängen, Rhythmen und Stimmungen. Eine Live-Musikveranstaltung wird immer ein Erlebnis für Künstler und Zuhörer sein.

Das trifft auch auf Maggy Scott zu, eine junge Künstlerin, die in einem „Orgelduell“ in der Frankfurter Alten Oper bewiesen hat, dass sie ihrer international bekannten Kollegin Barbara Dennerlein auf der Hammond-Orgel durchaus das Wasser reichen kann

Portrait Es war die Musik Johann Sebastian Bachs, gespielt auf einer Kirchenorgel, welche die fünfjährige Maggy in ihren Bann zog und nicht mehr losließ. Die Liebe zur Musik war geboren und der Entschluss, Organistin zu werden, gefasst. Seit diesem klangvollen Kindheitserlebnis dreht sich in ihrem Leben alles um die Orgel und führte sie zur legendären Hammond B3. Einem intuitiven Drang nach freieren Ausdrucksmöglichkeiten und temperamentvollen Improvisationen folgend, fand sie früh zum Jazz. Hier erkannte sie die Möglichkeit zu einer ganz persönlichen Entfaltung. Nach dem Abitur flog Maggy Scott kurzerhand nach New York City. Sie jamte in den Jazzclubs von Harlem, wo ihr wildes, ungezähmtes Orgelspiel Musiker und Publikum begeisterte und sie sich mit ihrem neugegründeten Trio einen Namen machte. Sie spielte in den „Hot Spots“ des Big Apple und wurde zum „Rising Star at the Legendary Hammond B3 Organ“. Die renommierte New School of Music in Manhattan förderte Maggy Scott mit einem umfassenden Stipendium, so dass sie bei Reggie Workman, Frank Foster, Gary Dial, Junior Mance, Lee Ann Ledgewood, Arnie Lawrence, Arminia Claudine Myers u.a. ihre Jazzstudien vertiefte. In dieser Zeit entdeckte der WDR die Organistin und sendete ein Konzert aus dem berühmten Kölner Jazzclub „Subway“. An der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main studierte die Organistin Musikwissenschaften. Sie erhielt klassischen Klavierunterricht von dem Konzertpianisten Ronald Fries. Außerdem studierte sie Konzertliteratur für Kirchenorgel mit dem Dirigenten und Konzertorganisten Bernd Lechla an der Heilig-Geist-Kirche, Frankfurt Praunheim und Evangelischen Kirche Frankfurt Ginnheim. Eine Zeit lang zog sich die Künstlerin zurück, um sich auf die Erweiterung der Spielweise auf den Pedalen und das Komponieren neuer Orgelmusik zu konzentrieren. Inspiriert durch den Jazz, die abendländische Musik und den Reichtum indischer Rhythmen ist ihr eine neuartige faszinierende Musik gelungen. Das fand auch die Regisseurin Astrid Dermutz, die im Auftrag des Hessischen Rundfunks ein Porträt über die Musikerin, ihrer Zeit in New York und ihre neue Musik drehte. Ausgezeichnet wurde Maggy Scotts Arbeit mit dem „International-Organ-Award“ – sie gastiert in namhaften Konzertsälen, wie z.B. der „Alten Oper“ in Frankfurt und auf zahlreichen Festivals. Die Veröffentlichung ihrer neuen Musik auf der CD „Talking to the World“ folgte. Maggy Scott hat eine eigene Spielweise an der Orgel entwickelt und kultiviert. Einzigartig hierbei ist die innovative Pedalbass Technik.

Presse

Konzert im Mozart-Saal der Alten Oper Frankfurt: »Tribute to Jimmy Smith« mit Maggy Scott und Barbara Dennerlein als interessanter Vergleich der Stile “ Selbstbewusst beginnt die in Frankfurt ansässige Scott ihrer naturbelassenen, also nicht modifizierten, Hammond B3 die ersten Töne zu entlocken: »Expressions«, einer auf Coltranes »Impressions« anspielenden schnellen Eigen-komposition, folgt Don Ellis' harmonisch raffinierte Nummer »Turkish Bath«, die Maggy Scott zum ersten Mal für die Hammond bearbeitet hat.... einen Gesamtklang mit weltmusikalischer Färbung, sodass der Titel der am selben Tag veröffentlichten CD »Talking to the World« einen zweiten Sinn erhält. Auch »Egyptonia« mit mächtigem Bass stammt aus Maggy Scotts Feder - ebenso wie »Nahemia« mit seinem faszinierenden Fußbassintro, das mehr als einmal ihren allerersten Inspirator J. S. Bach, aber auch die Herren J. Lord und K. Emerson durchhören lässt. ...mit der Schlussnummer »The Cat«, einer durch Jimmy Smith berühmt gemachten Lalo Schifrin-Komposition, bezieht sie sich direkt auf den Meister. Mit ihrem fulminanten Spiel - insbesondere bei der von ihr kreierten Fußbasstechnik mit Spitze und Hacke - und ihren Stücken hat sie es die ganzen 75 Minuten über getan.“ Gießener Allgemeine – Konzert „Alte Oper“ 02/06

Dank an die Helfer

Liebe Helfer, ich bedanke mich bei jedem einzelnen von Euch recht herzlich für die Hilfe beim KulturExperiment1.Wie bei allen Dingen die man das erste Mal macht, muss die Veranstaltung nicht perfekt sein. Dank Eurer Hilfe und Engagement hat es keine offensichtliche Panne gegeben. Die Atmosphäre im Foyer war einfach super. Die eingesetzte Strahler setzen den Raum und die Musik ins passende Schummerlicht. Dank Marcel. Die Bar hat ein niveauvoll angepasstes Getränkeangebot offeriert und die Käsewürfelchen das ganze unterstützt. Dank an Laura, Sarah, Andreas, Waldi, Anne & Anne. Auf und Abbau war blitzschnell mit den vielen Helfern gemacht, vor dieser Aufgabe hatte ich am meisten Angst.Dank der geübten Leitung von Manfred & Herbert lief es routiniert und flott. Für das nächste Jahr könnten wir versuchen ein ähnliche Veranstaltung anzubieten und das wichtigste wird die Band oder der Künstler sein. Es muss kein Jazz sein, jeder Musikstil , Kabarett oder Kleinkunst ist grundsätzlich für das KulturExperiment2 geeignet.Wenn Ihr also eine Musikformation oder einen Künstler kennt, der im Foyer im bekannten Rahmen auftreten kann, dann lasst es uns wissen. Der Heimatverein dankt: Werner Stolzenburg, Walter Erb, Anne Markowitz, Waltraud Pritzsche-Klein, Anne Klein, Anette Luh, Matthias Blickle, Erwin Filbert, Andreas & Laura Gegner-Diepold, Sarah – Bürgerhausteam, Marcel Klein, Manfred Klein, Herbert Schmidt, Dieter Walter, Klaus Hartmann, Joseph Renda, Karl-Heinz Berndt, Gerald Klein Klaus Klein, Vorsitzender

Der Raum und das Publikum

Die Band